Freitag, 21. Juli 2017

Bodenständig

Noch vor gar nicht all zu langer Zeit,
saß ich zu jeder Gelegenheit,
gern auf dem Boden.
Mir wurde immer wieder einmal klar
wie schwer das Leben niederdrücken kann.
Ich stelle mich zu vielen Dingen
gar nicht mal so (dämlich) an,
doch es ist was dran,
sich auf dem Boden der Tatsachen zu finden.
Nun will ich nicht weiter dazu etwas begründen,
gut ist, es lässt sich immer etwas Positives daraus machen,
weil man weiß, dass es im Leben kaum noch tiefer geht.

Wir werden uns auch weiterhin am Leben reiben,
doch immer bodenständig bleiben!

Für festen Boden unter den Füßen ist es nie zu spät!

Mittwoch, 19. Juli 2017

Meiner Freundin Tina

42 Jahre, eine lange Zeit.
Keine Stunde hat uns je gereut.
Nicht alles war Friede, Freude, Eierkuchen,
Gemeinsames mussten wir erst suchen -
dies manchmal auch im Streit.
Doch wir waren klug genug zu erkennen,
dass nicht nur eine allein Schuld daran trug.
Ich weiß, manchmal redeten wir uns heiß,
doch wir redeten und es tat gut.
Wir haben beizeiten erkannt, dass wir uns
wichtig waren, uns heute noch wichtig sind,
dass man zusammen mehr gewinnt.
Für unsere Eltern zählte die Freundin
zum eigenen Kind.
Wir verwuchsen zusammen -
der letzte Streit? wir müssten danach lange suchen.
Wir verbuchen mit unserer Freundschaft
Vertrauen, Freude, Verständnis Glück.
Wir wissen, alles kommt zu uns selbst zurück.
Ich danke meiner Freundin für diese vielen Jahre
solch fester Freundschaft!!!
Schon lang sind wir mit unseren Familien
fest verbunden, unumwunden sage ich:
Mich macht dies stolz und gibt mir selbst viel Sicherheit.
Nein, kein einziger Tag hat mich je gereut!!!

Handy

Das Smartphone in der Hand,
so stehen sie am Straßenrand,
laufen durch die Grünanlagen,
nein, der Kopf stellt keine Fragen.
Sie sehen weder die uralten Bäume
(ich verbinde damit viele Träume),
noch die Blumenpracht,
abgestumpft sogar gegen Vogelgesang.
Ich glaub, die Dinger machen krank!!!
Es sind ja nicht nur Jugendliche, Kinder,
die ihre Finger darauf um die Wette laufen lassen,
es ist kaum zu fassen, auch die Erwachsenen
sind ohne nervös, zu nichts Anderem bereit.
Für mich steht fest, diese Technik raubt sehr viel Lebenszeit!

Insektensterben

Noch vor wenigen Jahren
klebten beim Autofahren
die Insekten auf der Scheibe.
Jetzt, nicht dass ich untertreibe,
fehlen sie.
Nie hätte ich gedacht, dass es so weit
einmal kommen wird -
ich hoffe immer noch, dass die Statistik
hierbei irrt - 80% weniger Insekten als bisher.
Mehr geht nicht an erschreckenden Gedanken,
drum gibt es auch( u. a.) keine Vogelschwärme mehr.
Was sollen sie füttern und fressen noch?
Doch wird gesagt, das Gift ist schuld!
Reißt einem doch hierbei nun langsam
aber sicher die Geduld.
Ich will hier nicht allgemein von Menschen sprechen,
die die natürlichen Gesetze brechen,
mir reicht schon, bürdet man den Verantwortlichen
eine straffe, strenge Verantwortung auf!!!
Nichts mehr überlassen wir
solchem wahnwitzigen Selbstlauf!!!

Samstag, 15. Juli 2017

Freundschaft

42 Jahre, eine lange Zeit.
Keine Stunde hat uns je gereut.
Nicht alles war Friede, Freude, Eierkuchen,
Gemeinsames mussten wir erst suchen -
dies manchmal auch im Streit.
Doch wir waren klug genug zu erkennen,
dass nicht nur eine allein Schuld daran trug.
Ich weiß, manchmal redeten wir uns heiß,
doch wir redeten und es tat gut.
Wir haben beizeiten erkannt, dass wir uns
wichtig waren, uns heute noch wichtig sind,
dass man zusammen mehr gewinnt.
Für unsere Eltern zählte die Freundin
zum eigenen Kind.
Wir verwuchsen zusammen -
der letzte Streit? wir müssten danach lange suchen.
Wir verbuchen mit unserer Freundschaft
Vertrauen, Freude, Verständnis Glück.
Wir wissen, alles kommt zu uns selbst zurück.
Ich danke meiner Freundin für diese vielen Jahre
solch fester Freundschaft!!!
Schon lang sind wir mit unseren Familien
fest verbunden, unumwunden sage ich:
Mich macht dies stolz und gibt mir selbst viel Sicherheit.
Nein, kein einziger Tag hat mich je gereut!!!

Montag, 10. Juli 2017

Meine Liebe


Meine stille Liebe blüht als Rose.
Sie treibt sich in Pose,
will mir von allen Seiten ihre Schönheit beweisen,
meine Augen kreisen,
ich bin vom Duft betört.
Schade, dass man ihr Verführungskichern nicht hört.


Das Rotschwänzchen

Ein neuer Freund mir
vom Dachfirst Lieder singt. 
Ich weiß nicht,
ob es mir gelingt,
die richtigen Antworten zu geben.
Egal. Singen heißt glücklich Leben.

Samstag, 8. Juli 2017

Hamburg

Nervös die Nacht
nach aufgeregtem Tag -
AUFGEBRACHT!

Der Himmel wolkenleer,
bleifarben die Dämmerung.

Die Augen der Fenster scheinen blind,
ich wische geschwind
aufkommende Wuttränen fort.
Hamburg - welch verwandelter Ort.

Der Mond schwimmt in Fassungslosigkeit
in solcher gewaltbereiten Zeit!

Der erhobene Zeigefinger zittert.
So verbittert kommt keine Warnung zustande.

Scham dieser menschlichen Schande!

Freitag, 7. Juli 2017

Liebe

Erst reagierte er unterschwänglich
auf meine überschwängliche Art.
Dann, ganz zart, öffneten sich seine Augen,
die so sehr zu sinnlicher Sprache taugen,
die mich wissen ließen,
ich soll  genießen,
was für mich gedacht.
Wieder und wieder
hat er mich angelacht
und wie zufällig meine Arme berührt.
Es fühlte sich an wie verführt,
obwohl nichts geschah,
er war nur einfach so ganz plötzlich,
kam ich, da.
Ich habe Liebe gespürt,
Liebe, die nie passiert.

Montag, 3. Juli 2017

Urlaubstagebuch - Heimreisetag

Heute geht der Urlaub im Schwarzwassertal zu Ende. Die Taschen sind gepackt.
Ich stehe am Fenster, die hohen Tannen grüßen und verabschieden mich, indem
sie mit ihren Wipfeln zu mir winken. Ich grüße lächelnd zurück, hebe sogar
meine Hand und  winke.

Ich war schon immer eine Träumerin, erschuf mir manchmal  Welten. Doch glaubt  mir,
diese Tage waren wirklich!!!
Ausflüge in Traumwelten verändern einen, mich jedenfalls.  Ich bin stiller geworden dadurch,
abgeklärter. Die Menschen mögen mich so.Ich will damit nicht groß tun, doch weil ich sicher
so offen und freundlich auf alle zugehe, kommen mir viele auch offen und freundlich entgegen.
Z. B. die "Angelika", sie ließ uns an ihrem Leben teilhaben, gab mir gestern sogar all ihre
Telefonnummern. Und alle hoffen, dass wir wiederkommen.
Vielleicht erfahre ich ganz für mich, warum ich nicht wie andere durch die Gegend haste, warum
mir Stress ein Fremdwort geworden  ist, warum ich nicht hetze, um vielleicht irgendwo anders etwas Besseres zu erhaschen.
Ich habe in meinem Leben nichts verpasst. Was war, war reichlich von allem.

So, das Frühstück ruft. Ich schaue lächelnd hinaus und kann euch nur schreiben:
lasst Stille zu....





Urlaubstagebuch - Tag fünf

Es ist noch früher Morgen. Ich bin und bleibe Frühaufsteherin. Der Blick aus den Fenstern verheißt einen richtig guten Sonnentag. Zehn Schritte von Tschechien entfernt, dann in etwa 20 km Wanderweg durch den Wald bis zum ersten Tschechischen Ort. Für mein Knie wäre das zu viel des Guten, aber es hat bisher so sehr gut durchgehalten, keine Schmerzen, trotz vielen Laufens.
Und die Luft ist einfach unbeschreiblich, ein Tannenduft, immer nach frischem Grün.
Gerade höre ich wie der Wind mit den Blättern der drei hohen Birken spielt, die hier im Garten stehen. Mir fallen dazu die Lieder ein: Drei weiße Birken... und: Heut ist ein wunderschöner Tag.
Genau so ist es.
Und wir laufen, laufen, laufen. Uns ist, als wären wir allein hier. Nicht einen Menschen treffen wir unterwegs. Nur die Vögel begleiten uns und der Wind. Wir spüren ihn nicht, hören ihn jedoch durch die hohen Baumwipfel fegen. Er schiebt die weißen Wolken über ihr blaues Parkett.

Ich grase die Ränder der Waldwege ab und winde Blumen zu Kränzen. Seht selbst:



Kleine schmückende Hingucker für den Speisekartenkasten. Alle finden es wunderschön.

So. Nur noch diese eine Nacht, dann sind diese Tage vorüber. Ich habe die Taschen noch nicht gepackt, noch bin ich von dieser Langsamkeit, die hier in allem wohnt, in allem gegenwärtig ist, gefangen.

Nehmt meine geschriebenen Gedanken als Geschenk. Vielleicht erweckt es ja auch in euch etwas -
es gibt nicht nur schwarz/weiß.

Vom Einheitsgrau bin ich gerade im Bunt angekommen, lebendige Farben fassen mich an und ziehen mich mit.
L a n g s a m   versteht sich, ganz nach dem Spruch, der im Gastraum hängt:

"Der liebe Gott schuf die Zeit.
Von Eile hat er nichts gesagt."